Tobi-Meyer-radBeim Check in in Paderborn hatten wir noch Hoffnung auf schönes Wetter, die Sonne ist ein bisschen rausgekommenund wärmer wurdst auch. Das Schwimmen fand in der Schwimmoper, also im Hallenbad statt. Ich kam als neunter aus dem Wasser was für mich natürlich schon eine recht gute Platzierung nach dem Schwimmen war. Auf dem Rad hat mich der spätere Sieger nach ca. 2 Radrunden überholt und konnte den Abstand immer weiter ausbauen. Bei der 2. oder 3. Runde hat es dann plötzlich angefangen zu regnen, und das auch ziemlich stark. Auf den nassen Straßen musste man das Tempo bei der sehr kurvenreichen Strecke sehr oft drosseln und wieder antreten, ich bin sehr oft aus dem Sattel gegangen um möglichst schnell wieder auf Touren zu kommen. Teamkollege Karsten Korsmeier ist in der siebten Runde wegen eines Sturzes ausgestiegen, sodass wir nur noch zu dritt waren. Seine Platzierung war damit auf den letzten Platz festgelegt. Nach acht Radrunden kam ich dann das zweite Mal in die Wechselzone und ging auf die 10km Laufstrecke, die sich durch ein anspruchsvolles Höhenprofil auszeichnete. Gerade die berühmte Wendeltreppe hinaufzulaufenging sehr auf die Oberschenkel. Ebenso wie die recht langen Bergabpassagen aus der Innenstadt hinunter. Das Lauftempo war anfangs nicht so hoch wie am Ende, da sich immer wieder ein Krampfgefühl in den Oberschenkeln meldete, wurde mit der Zeit aber besser. Als ich beim letzten Wendepunkt sehen konnte, dass der Abstand zum ersten immer kleiner wurde zog ich das Tempo an, was aber leider nicht reichte um an ihn ran zu kommen. Mit einem 2. Platz bin ich aber sehr zufrieden und der Wettkampf hat mir gezeigt, dass in der Oberliga was zu machen ist.
City Triathlon Hamburg 2010Es heißt, er ist der größte Jedermanntriathlon der Welt, der Hamburg City Man.Schon im letzten Jahr habe ich mir meinen Startplatz kurz nach Eröffnung des Anmeldezeitraums gesichert um endlich einmal beim Superspektakel dabei zu sein. Die Freude über den Startplatz war groß, sie wurde durch die unmenschliche Startzeit- um 7:20 Uhr- jedoch leider etwas getrübt.Am Tag vor meinem Start hatte ich noch die Gelegenheit mich beim Zuschauen des Herren Eliterennens für den nächsten Morgen zu motivieren.Leider wurde der Abend noch recht lang, da ich noch einige Dinge für den Wettkampf vorbereiten musste.Am nächsten Morgen: 5:00 Uhr aufstehen, ein Paar Marmeladentoasts genießen, Starterbeutel schnappen und ab aufs Rad zum Check in, der noch 5km von unserer Unterkunft entfernt lag.
Um Punkt 7:20 Uhr fiel mein Startschuss und meine Startergruppe drängte sich durch die Binnenalster Richtung Außenalster. Das Feld zog sich sehr schnell auseinander und bei der Hälfte der Schwimmstrecke überholten wir die letzten der vorherigen Startgruppe.Ich habe mich beim Schwimmen gut gefühlt, gerade weil ich gemerkt habe, dass ich recht weit vorn im Feld liege. Der Blick auf die Uhr beim Ausstieg offenbarte mir aber etwas anderes. Eine Zeit von 23:22 min.- (55. Schwimmzeit) war ein wenig deprimierend.
Weiter ging es in die super lange Wechselzone wobei leider der größte Teil mit Barfuß auf Asphalt zurückgelegt wurde.Das Radfahren lief an sich ganz gut. Ich bin nicht mit maximalem Druck gefahren- was ich später bereute- aber es ging gut voran. Mit einer Zeit von 01:02:34 h über die 40 Kilometer und einer Einzelplatzierung als 35ter war ich im Nachhinein dann nicht sehr zufrieden.Ich wollte mir noch Kraft für das Laufen aufheben, was mir dann auch zu einem dritten Platz in der letzten Disziplin verholfen hat. Mit der Zeit von 36min. und 12 sek. war ich dann schließlich ganz glücklich. Nach dem Wettkampf war mir aber klar, dass da noch mehr gegangen wäre, wenn ich mein Potenzial auf dem Rad ausgeschöpft hätte.Als Zielzeit hatte ich dann eine 2:07:51 – 11. Platz- auf der Uhr stehen.Als kleines Resumé kann ich sagen, dass meine Motivation am Wettkampfmorgen leider nicht so hoch war, wie ich erwartet hatte. Mit einer schlechten Schwimmzeit habe ich gerechnet, da ich das Schwimmtraining in den Wochen vorher leider vernachlässigen musste. Den schwachen Radsplit habe ich nicht erwartet. Meine Laufzeit war für mich akzeptabel, mir fiel es jedoch schwer fast ausschließlich gegen die Zeit zu laufen, da Athleten aus dem oberen Teil der Ergebnisliste durch die verschiedenen Startzeiten auf der ganzen Strecke verteilt waren und ich mich nicht an ihnen orientieren konnte, was meinen Ehrgeiz garantiert etwas verstärkt hätte.
[Berichte von Tobias Meyer]
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